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Kritik: Young Galaxy – Shapeshifting

15 Feb

15.02.2011

Paper Bag/Universal

Wertung: ★★★★★★★★★½ 

Am heutigen Tag ist ein Album erschienen, welches mich wie kein anderes jemals zuvor immer wieder aufs Neue in eine andere Welt entführt. Schau ich mir das Cover an, verstärkt sich dieser Gedanke noch mehr. Ich fühle mich wie in einer Unterwasserwelt gefangen, aber nicht gefangen im negativen Sinne. Ich fühle mich wohl und möchte auch gar nicht unbedingt wieder weg.

Bereits im Dezember habe ich euch die kostenloses Downloads zu Cover Your Tracks und Peripheral Visionaries vorgestellt und aufgrund des regen Interesses an diesem Artikel feststellen dürfen, dass ich nicht der einzige bin, der sich für diese Band und ihre Musik interessiert. Glücklicherweise habe ich schon seit diesem Zeitpunkt die Möglichkeit mir dieses fabelhafte Album anzuhören. Ich habe es nie zu Hassen gelernt, ich bin noch immer nicht überdrüssig und würde es noch immer jedem weiterempfehlen, der ein wenig Sinn für das Besondere in der Musik hat.

Bei Young Galaxy handelt es sich um eine junge momentan dreiköpfige, ursprüngliche aus Vancouver stammende, kanadische Band, die sich nun in Montreal niedergelassen hat. Laut.de schreibt über sie: „Seit ihrem Umzug 2001 bereichern sie die Montrealer Musikszene mit Country-inspirierten Spacepop.“

Das Intro Nth bereitet ein wenig aus das Kommende vor. Es birgt schon ein wenig das Geheimnisvolle, wenn ich auch denke, dass man nicht mit dieser Art des Geheimnisvollen rechnet, sollte man die kostenlosen Songs noch nicht gehört haben. Auf das Intro folgt der Song The Angels Are Surely Weeping. Jeder Klang der Instrumente, die Art und Weise, wie die Stimme durch die Boxen drönt, dann auch noch dieser engels- oder eben auch meerjungfrauengleiche weibliche Chorgesang im Refrain. Fabelhaft. Der folgende Song Blown Minded bietet nicht weniger außergewöhnliches. Zunächst wird dem Hörer an dieser Stelle klar, dass Young Galaxy keinesfalls eine feste Frontsau bietet, die jedes Lied hoch und runter dudelt. Neben Gitarrist Stephen Ramsay, den wir zuvor erleben durften, ist ebenfalls die Keyboarderin Catherine McCandless für den stimmlichen Part dieser epischen Musik zuständig. Wer erwartet hat, dass er aus dieser Welt des Wassers wieder herauskommt wird zumindest aus meiner Sicht bitter enttäuscht. Aber ist das eine Enttäuschung? Nein, ich bin begeistert. Ich schwebe durch das dunkle blaue Wasser, in dem die letzten Sonnenstrahlen noch ein wenig Licht ins Dunkeln bringen.
Mit We Have Everything folgt ein weiterer Klassiker, dem wiederum Catherine ihre Stimme widmet. Ich fühle mich wirklich wie in einem Film. Ich habe lange kein Album mehr gehört, welches so sehr ein Soundtrack sein könnte. Es ist jedoch keiner. Vielleicht sollte man noch einen Film schreiben. Der Soundtrack ist schon da.
Spätestens nach For Dear Life und dem bereits bekannten kostenlosen Download Periphel Visionaries, in dem wir ein Duett zu hören bekommen, sollte aber doch jeder meiner Meinung sein. Dieses Schweben unter Wasser: Das Genießen des Fallenlassens und Seins. Wow, ich hatte das Album ein paar Wochen nicht mehr gehört und es nimmt mich auf der Stelle wieder mit.
Sehr hervorzuheben ist weiterhin meine absolute Nummer eins des Albums. Phantoms scheint alle guten Dinge der verschiedenen Songs in sich zu vereinen. Ein atemberaubender instrumentaler Beginn führt in das Lied ein und lässt mich nicht mehr los. Die musikalische Untermalung des Refrains haut mich einfach von den Socken. Es folgt meine Nummer zwei. Das kostenlos zu erhaltende Cover Your Tracks steht seinem Vorgänger kaum nach und bietet ebenfalls diese fabelhaften Klänge. Ihr müsst es einfach selbst hören.
Nach dem stilistisch etwas abschweifenden B.S.E folgt sodann mit dem Titelsong Shapeshifting der melankolische Ausklang, der das Album grandios abrundet.

Ich bin wirklich in diesen Klängen gefangen. Als ich das Album bekam, habe ich es sechs (!!!) Mal hintereinander gehört, da ich einfach nicht aufhören könnte.

Fazit: Ganz groß!!! Das hat Potential zum Album des Jahres.

Anspieltipps: Phantoms, Cover Your Tacks, Periphel Visionaries, Blown Minded, We Have Everything

Cover Your Tracks

Peripheral Visionaries


 
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Posted by Basti in Kostenlose Downloads, Kritik - 15. Februar 2011

 

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