Im Test: Atomic Floyd SuperDarts In-Ear Headset + Remote

Mit den Atomic Floyd SuperDarts + Remote erweitern wir heute unser getestetes Produktportfolio im Bereich der In-Ear Kopfhörer. In diesem Fall handelt es sich – wie auch bei den Sennheiser MM 70i sogar um ein Headset, welches mit einer Remote-Fernbedienung am Kabel daher kommt. Mit diesem kann die Musik auf iPod, iPhone und iPad nicht nur gesteuert werden, sondern enthält die Remote auch ein Mikrofon, sodass Telefonate angenommen, geführt und beendet werden können, ohne das iPhone aus der Tasche nehmen zu müssen.

Mit Atomic Floyd drängt ein neuer Hersteller auf den Markt, der vorallem in puncto Design die Massen begeistern will. Die Atomic Floyd SuperDarts sehen einfach klasse aus. Dazu aber gleich mehr. Die Remote konnte ich mit einem iPod Nano 4G sowie dem iPad 2 testen. Funktion einwandfrei.

Atomic Floyd SuperDarts

Technische Daten

Treiber

  • Schalldruckpegel: 100 dB
  • Treiber: 4
  • Impedanz: 16 Ohm
  • Treibertyp: Armatur,Membran
  • Frequenzgang: 5–25.000 Hz

Anschlüsse

  • Steckertyp: Vergoldet,Gerade

Passform

  • Offene und geschlossene Rückseite: Geschlossen
  • Formfaktor: Im Ohr sitzend

Allgemein

  • Sonstige Funktionen: Ruhezustand, Außengeräuschdämpfung, Mit Fernbedienung und Mikrofon, Inline-Lautstärkeregler, Stereo
  • Inline-Kontrollen: Entgegennehmen und Beenden von Anrufen, Stumm, Nächster Titel, Anhalten, Wiedergabe, Vorheriger Titel, Lautstärke

Lieferumfang

  • SuperDarts In-Ear Kopfhörer und Fernbedienung
  • SoftSeal Silikon Eartips in den Größen S, M und L
  • Etui aus robustem Silikongummi für die Hosentasche
  • DJ-Anschluss (3,5 mm auf 6,3 mm Adapter) und Flugzeugadapter
  • UVP: 249,95 €

Atomic Floyd SuperDartsAtomic Floyd SuperDarts

Design

Zum Design bleibt natürlich eigentlich nicht viel zu sagen. Die Atomic Floyd SuperDarts sehen einfach super gut aus. Mich erinnern sie immer ein wenig an die schicken alten Mikrofone, die leider heute nur noch bei wenigen Rock’n’Roll Nummern zum Einsatz kommen. Besonders der geriffelte Griffbereich der Ohrstecker ist einfach schick. Dazu das rot-schwarze Design und die sehr gelungen eingesetzte Hologramm-Optik. In puncto Design wird Atomic Floyd so schnell keiner den rang ablaufen. Jetzt wird der eine oder andere vielleicht wieder mit der Beats-Reihe von Dr. Dre um die Ecke kommen. Ich kann aber immer wieder nur betonen: Ich habe selten so schwache Kopfhörer wie die Beats erlebt. Vorallem bzgl. des Preis-Leistungs-Verhältnisses sollte man dringend die Hände davon lassen.
Auch im Vergleich zu den bereits getesteten schlicht schwarz-silbernen Sennheiser MM 70i  spielen die Atomic Floyd SuperDarts in einer ganz anderen Design-Liga. Einzig negativer Punkt: Durch das Dart-Design (dem der Kopfhörer auch seinen Namen verdankt) stecken die beiden Ohrstecker auch wirklich wie Darts in den Ohren. Das wirkt in der einen oder anderen Situation vielleicht etwas seltsam. Bei klasse Design muss neben einem hohen Preis eben auch der eine oder andere weitere Kompromiss eingegangen werden.

Verarbeitung

Die Verarbeitung der AtomicFloyd SuperDarts zeigt sich passend zum top Design geradezu herausragend. Gearbeitet wurde mit Edelstahl an den Ohrsteckern selbst, der Remote sowie dem 3,5 mm Anschluss. Dieser ist genau wie auch der DJ-Adapter zudem vergoldet und gewährleistet eine optimale Übertragungsqualität. Bisher hatte ich nur einmal einen ähnlich hochwertig verarbeiteten Kopfhörer in der Hand. Die Sennheiser CX 980i (Testbericht folgt), die dennoch hinter der überrangenden Verarbeitung der Atomic Floyd SuperDarts zurückbleiben. Ebenfalls sehr positiv hervorzuheben ist das sehr robuste Kabel. Besonders im unteren Bereich ist es so dick und fast schnürsenkelartig, dass so schnell selbst ein knabberndes Tier nicht durchkommen wird. Am Übergang Kabel 3,5 mm Klinke ist zudem ein Wasserschutz angebracht.

Atomic Floyd SuperDartsAtomic Floyd SuperDartsAtomic Floyd SuperDarts

Tragekomfort

Das wirklich gute Design bringt (zumindest für mich) einen Nachteil im Tragekomfort mit sich. Durch die langgezogene Bauweise der Ohrstecker (im Gegensatz zur abfallenden bei den Sennheiser MM 70i) habe ich sehr oft, dass Gefühl, dass die Atomic Floyd SuperDarts aus den Ohren rutschen. Zudem kennt sicherlich jeder das folgende Problem bei In-Ear Kopfhörer: Bei Berührung des Kabels bzw. bei schnelle laufen oder joggen werden unangenehme und störende Geräusche ins Ohr übertragen. Dies fiel mir bei den Atomic Floyd SuperDarts sehr stark auf. Vermutlich führt die Bauweise der Ohrstecker zu einer ungünstigen Position im Ohrkanal.

Klang

Basstechnisch sind die Atomic Floyd SuperDarts eine klare eins. Da kommt Wumms raus, so man ihn sich wünscht. Das war es aber leider auch schon fast. Sehr audiophile oder Menschen mit sehr geschultem Gehör sollten die Finger von den SuperDarts lassen. Warum? Das erklärt allein schon der Frequenzverlauf im Inneren der Verpackung.

Atomic Floyd SuperDarts Frequenzverlauf

Geschulte Ohren hören die Musik durch die Atomic Floyd extrem höhenlastig (siehe rechts), dafür aber extrem leer im Bereich der Mitten. Das lässt die gesamte Musik in meinen Ohren einen Tacken zu hoch erscheinen und passt nicht so recht zur Basslastigkeit. Die Mitten fehlen mir! Menschen, die viel und oft laute Musik über Kopfhörer hören, werden quasi “höhenresistent”. Soll heißen: Für genau diese Zielgruppe sind die Atomic Floyd SuperDarts super geeignet. Dreht man die Musik auf, bieten die SuperDarts satte und wummende Bässe und dazu schrille Höhen. Ist man in diesem Bereich durch jahrelanges “Training” resistent, bietet sich ein sehr gelungenes Klangbild. Ab sofort könnt ihr also Rezensionen der SuperDarts aus einem ganz anderen Blickwinkel lesen. Das Ergebnis des Klangs im Test verrät euch, wie “abgenutzt” die Ohren des Testers bereits sind.
Mir persönlich sind die Höhe viel zu stark und die gesamte Musik verfällt in meinem Ohr ein wenig ins Zischen. Ich lobe mir weiterhin die Sennheiser MM 70i als Nummer 1, die in den Mitten deutlich breiter aufgestellt sind und dadurch einen sehr viel angenehmeren Bass-Höhen-Ausgleich bieten.

Fazit

Es kommt ganz darauf an. Darauf, was für ein Hörtyp man ist. Der audiophile HiFi-Liebhaber lässt lieber die Finger von den Atomic Floyd SuperDarts. Alle anderen greifen gerne zu und erfreuen sich einem der schönsten und bestverarbeitesten Kopfhörer auf dem Markt. Die Edelstahlelemente, das Design und die gesamte Verarbeitung machen aus den Atomic Floyd SuperDarts + Remote In-Ear Kopfhörer der Extraklasse. Abstriche müssen für den Otto-Normal-Nutzer lediglich in puncto Tragekomfort gemacht werden. Dies kann aber von Ohr zu Ohr wieder sehr unterschiedlich aussehen.

Preis und Alternativen

Die UVP des Herstellers liegt bei 249,95 €. Zu kaufen gibt es die Atomic Floyd SuperDarts im Atomic Floyd Store und im Apple Store. Die beste und deutlich preisgünstigere Alternative sind die Sennheiser MM 70i. Wer auf die Verarbeitung der SuperDarts steht, sollte sich die Sennheiser CX 980i ansehen.

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Basti

Geboren in der lebenswertesten Stadt der Welt, Münster, Gründer von musikgraph.de, Musik- und Internetliebhaber mit großem Interesse an allem, was mit der Musik zu tun hat. Von neuen Songs, über Software und Hardware bis hin zu rechtlichen Aspekten ist alles dabei. (Sebastian bei Twitter und Google+)

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