Die Toten Hosen bei Rock am Ring 2012

Das Bandjubiläum - Auf die nächsten 30 Jahre!

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Rock am Ring ist ja an sich schon ein Sahnebonbon der Extraklasse für sich. Wenn aber zusätzlich eine der beliebtesten Bands, die Deutschland je hervor gebracht hat, auch noch ankündigt, dort das 30 jährige Bandjubiläum zu feiern, wird aus diesem Sahnebonbon eine riesen große Sahnetorte mit Zuckerguss.

Die Toten Hosen, mittlerweile im 30. Jahr ihres Bestehens, waren keine Neulinge bei Rock am Ring 2012: Ihre Auftritte sind dort fast schon legendär, denken wir zum Beispiel an die Aktion mit dem Gips zurück. Dennoch können die verschiedenen Konzerte nicht miteinander verglichen werden, da keines dem anderen gleicht und es jedes Mal aufs Neue eine einmalige Erfahrung ist. Man kann schon sagen, dass der diesjährige Auftritt für viele sicherlich der Höhepunkt des Festivals war: Als bereits im Vorjahr bei Rock am Ring 2011 verkündet wurde, das im nächsten Jahr Die Toten Hosen da sein werden, war dies allein Grund genug, den Verkaufsstart herbeizusehnen: Wer will nicht Teil der großen Party zum Jubiläum sein? Und dementsprechend waren die Karten auch schnell vergriffen.

Die Toten Hosen spielten am letzten Tag des Festivals als Headliner. Besonders gutes Wetter brachten die Düsseldorfer jedoch nicht mit. Tausende von Fans machten sich bereits zu den Mittagsstunden auf den Weg zum Gelände, um noch das Glück zu haben, in die Bereiche der ersten beiden Wellenbrecher in unmittelbarer Nähe zur Bühne eingelassen zu werden und wurden daraufhin im Laufe des Tages immer wieder nass. Doch der Stimmung tat dies keinen Abbruch. Ganz im Gegenteil: Als dann schließlich Die Toten Hosen die Bühne betraten, fanden sie eine euphorische Menge vor, die das ganze Wochenende genau auf diesen Moment gewartet hatte.

Die Toten Hosen machten mit ihrer Show das schlechte Wetter wett

Die Toten Hosen Rock am Ring 2012Die zum Einmarsch der Band gespielte Musik sorgte für Gänsehautstimmung, bis es dann endlich mit dem Song „Drei Kreuze (dass wir hier sind)“ in gewohntem Hosen Stil los ging. Sie lieferten eine unglaubliche Show ab. All die ganzen 30 Jahre waren vertreten: Von „Eisgekühlter Bommerlunder“ bis „Tage wie diese“ wurde in den gut zwei Stunden Konzert versucht alles zu spielen, was das Herz eines Fans höher schlagen lässt. Da machte der Regen niemandem mehr etwas aus. Campino versuchte sogar eine Sommerstimmung zu erzeugen, indem er sich mit Wasser nass spritze und sagte, dass man den Zuschauern vor dem Fernsehen doch eine sommerliche 25 Grad Stimmung vermitteln müsse. Die Band gab sich große Mühe, das schlechte Wetter einfach weg zu spielen. Leider kam aber hinzu, dass durch den starken Wind der Ton an einigen Stellen des Geländes etwas verzerrt ankam, wofür sich die Band auch mehrfach entschuldigte. Aber was wäre Rock am Ring, ohne etwas Regen und Wind?

Dennoch machte die Show alles wieder wett: Musikalische Unterstützung holte sich die Truppe von Greg Graffin (Bad Religion), der die Band, insbesondere bei Cover Songs begleitete. Zu hören war da zum Beispiel eine gelungene Version von „Blitzkrieg Bob“ von The Ramones, welche die Toten Hosen selber schon einmal begleiten durften.

Gefehlt hat natürlich auch nicht Campinos Crowdsurfing-Aktion: Er ließ sich oberkörperfrei und mit einem offenen Bier in der Hand vom Publikum zum zweiten Wellenbrecher transportieren, um dort das Bier abzuliefern und versuchte währenddessen sogar noch „Das Wort zum Sonntag“ zu singen. In einem sagenumwobenem Tempo erreichte er auch schließlich sein Ziel.

Was kann man noch zu einem solchen Abend sagen, zu dem es so viel zu sagen gibt? Außer: Es war zu kurz. „An Tagen wie diesen“ kann hier zitiert werden, denn bei so einem schönen Konzerterlebnis wünscht sich einfach jeder, dass es noch etwas länger angedauert hätte. Wer dabei war, weiß wovon ich hier schreibe. Und wer nicht dabei war: Die Party ist noch nicht vorbei! Denn Die Toten Hosen feiern ihr 30 jähriges Bestehen noch weiter. Zunächst gibt es eine kleine Reihe von Akustikkonzerten („Alles ohne Strom“), die aber bereits ausverkauft sind. Außerdem geht es ab November auf Tour. „Der Krach der Republik“ startet in Leipzig und endet (so jedenfalls momentan geplant) in Berlin. Wer hier noch ein Ticket ergattern will, sollte sich beeilen, denn viele der Konzerte sind schon ausverkauft, sodass bereits nach wenigen Tagen Zusatztermine eingeräumt wurden. Wer sich den gesamten Auftritt noch einmal ansehen möchte, kann das hier im Blog tun.

Es lässt sich also erkennen, dass die Band sich immer noch einer Beliebtheit erfreuen kann, die hier durch die starke Nachfrage zum Ausdruck kommt. Irgendetwas scheinen die Jungs in den letzten 30 Jahren richtig gemacht zu haben. Ich gratuliere zum Geburtstag und sage (mit Sahnetorte und Zuckerguss): Auf die nächsten 30 Jahre!

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Lydia

Geboren in Leipzig, aufgewachsen in Münster, Studium in Paderborn - Trotz ständigem Hin und Her gibt es eine Beständigkeit und Leidenschaft: Die Musik! Die Schwerpunkte liegen bei Rock, Punk (beides insb. deutschsprachig), Rock ’n’ Roll, Mittelalter-Folk-Rock und anderen alternativen Richtungen. Konzerte und Festivalauftritte der Lieblingsbands stehen dabei ganz oben auf der Prioritätenliste.

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