Lange habe ich mir mit der Rezension des neuen Two Door Cinema Club Albums Beacon Zeit gelassen. Nach meiner Kanada-Reise wollte ich das Album erst einmal in Ruhe auf mich wirken lassen. Seitdem dreht sich das pinke Vinyl-Schätzchen in meinem Plattenspieler rauf und runter. Im Auto komme ich auch kaum ohne dieses Album aus.
Auf vielen Blogs und in vielen Zeitschriften wurde das Album bis in den Himmer gelobt. Ein Album, dass in keiner Sammlung fehlen dürfe und in jedes Regal gehöre. Die enorme Loberei machte mich schon gewaltig skeptisch. Schon nach der Veröffentlichung ihres ersten Werkes Tourist History entstand ein riesen Hype um die Band, die so weit führte, dass selbst Barack Obama sich als Fan outete. Nur sehr sehr wenige “trauten” sich gegen die Masse zu schwimmen. Nico beispielsweise will das Album einfach nicht gefallen.
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Ich kann euch jedoch beruhigen: Alle Ängste waren umsonst. Nach gefühlten 100 Durchläufen bin ich von Beacon begeistert. Wo Tourist History noch mehr als ein Werk voller einzelner wirklich guter Indie-Party-Songs mit ein paar seichteren Songs vermischt daher kam, ist Beacon eine unglaublich gelungenen Gesamtkomposition. Die ersten Klänge von Next Year ließen mich zunächst etwas stutzen, doch entführt uns Alex Trimbles Stimme sodann sehr schnell in das Two Door Cinema Club Universum. Auf eine mich begeisternde Weise schlummert man langsam in das Album hinein und kommt nicht mehr raus. Das folgende Handshake beginnt ebenso seicht und lässt mich sofort wieder an den Albumtrailer zurückdenken, der im Juni veröffentlicht wurde. Nach einem seichten Einstieg weckt uns Wake Up auf und bereitet uns auf die folgenden Songs vor. Von diesen sind besonders das bereits vor Veröffentlichung kostenlos erhältiche Sleep Alone, das zur Jahreszeit passende Spring und mein absoluter Liebling Pyramid hervorzuheben. Der Song Spring hat es auch auf meine Hängematten-Playlist für unser UrbanEars-Gewinnspiel geschafft.
Two Door Cinema Club sind ihrem Stil treu geblieben (was mich sehr freut) und haben trotzdem so unglaublich viele neue Fassaden in ihrer Musik, was ich für ein ziemliches Kunststück halte. Vielfältigere Instrumentalisierung, variablere Vocal-Parts und ein insgesamt reifer wirkendes Gesamtkonzept. Für mich ein wirklich klasse Album für den ausklingenden Sommer und kommenden Herbst. Ich freue mich riesig auf das Konzert in Hamburg im November!
19. November 2012, Köln, E-Werk
20. November 2012, München, Tonhalle
21. November 2012, Offenbach, Capitol
23. November 2012, Berlin, Astra
24. November 2012, Hamburg, Große Freiheit
04. März 2013, Münster, Skaters Palace
05. März 2013, Hamburg, Docks
09. März 2013, Bremen, Modernes




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