I Know What You Did Last Summer Tour 2013
Sonntag, Markthalle, Hamburg: Es ist Deutschland, das den Start für die „I Know What You Did Last Summer“-Tour in Europa der The 69 Eyes gibt. Mit ihrem zehnten Studioalbum „X“ kehren die Helsinki Vampires mit 10 neuen Songs zurück mit bekannten Goth’n’Roll Rhythmen und der tiefen Stimme des Sängers Jyrki69.
Gerade das Album „X“ kehrt stilistisch wieder zurück zu ihren Glam-Rock-Wurzeln, auch ihre Lyrics wenden sich mehr den Liebesproblemen Sterblicher zu als typischen Vampirmotiven.
Damit setzt es die perfekte Voraussetzung für einen gelungenen Konzertabend. Im Großen Saal der Markthalle hatte sich ein gut gemischtes Publikum versammelt. Besonders gut an der Location gefiel mir, dass durch die unterschiedlich hohen Ebenen eine gute Sicht auf die Band gesichert war.
Den Einstieg machte The Fright, eine deutsche so genannte Horrock’n’Roll-Band, die sich gleich mächtig ins Zeug legte. Ton und Bühnenbild waren gut, dennoch konnte mich The Fright nicht sonderlich überzeugen. Besonderes ihre Texte waren nicht sonderlich kreativ und eingängig. Etwas irritierend war auch das Kunstblut, das gegen Ende der Show zum Einsatz kam. Dennoch waren sie bemüht die Zuschauer mit einzubeziehen und gute Stimmung zu verbreiten. Alles in allem ein würdiger Einstieg für die Hauptband.
Ohne großartige Verspätungen erschienen dann auch The 69 Eyes auf der Bühne. Komplett in schwarz und mit Sonnenbrillen legten sie gleich mit den Songs ihres neuen Albums los. Die träumerische Atmosphäre von Tonight wurde durch die Keyboardklänge und die dunkle vibrierende Stimme Jyrki69s gut wiedergegeben. Mitreißende Gitarrenklänge eroberten das Publikum bei Love Runs Away. Auch der Western inspirierte Titel Borderline wurde gespielt und ging Hand in Hand mit altbekannten Songs wie Lost Boys, Never Say Die und auch Dead and Gone. Denn nicht nur das neue Album wurde fleißig gespielt, auch die guten Gänsehaut songs wie Gothic Girl und Devils fanden ihren Platz im Programm.
Während ihres Auftritts adressierte die Band das Publikum freundschaftlich. Auf der Bühne zeigten sie großen Einsatz, auch Jyrkis Hüftschwung bekamen wir mehrmals zu sehen. Dass die Band jetzt schon etwas in die Jahre gekommen ist, hat man dem energiegeladenen Auftritt nicht angemerkt. Stattdessen wurde man von eingängigen Refrains und Beats regelrecht mitgerissen. Bestes Beispiel war auch Jussi69s Einsatz am Schlagzeug.
Nur die Vocal-Lautstärke war mir zu Anfang etwas zu leise – das bleibt das Einzige manko des tollen Abends.
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[...] – Essigfabrig, Köln 27.01. – Markthalle, Hamburg (unser Konzertbericht) 28.01. – Postbahnhof, Berlin 29.01. – Zeche, Bochum 31.01. – Batschkapp, [...]