Im Test: Denon AH-D1100 On-Ear-Kopfhörer

Nach ein paar Monaten kommt nun der nächste Teil unser großen Kopfhörer-Testreihe. Nach den beiden Sennheiser-Geräten Sennhesiser PX 110-IIi und Sennhesier MM 70i kommt nun der Denon AH-D1100 On-Ear-Kopfhörer, der eine weitere Kategorie von Kopfhörern aufreist. Es handelt sich dabei um einen universell einsetzbaren, hochwertigen, geschlossenen dynamischen Kopfhörer aus einem Aluminium-Gehäuse und einer Mikrofaser-Membran für eine realistische Wiedergabe feinster musikalischer Details. Das 3D-Softskin-Ohrpolster sorgt für besten Tragekomfort.

Technische Daten Denon AH-D1100

  • Produkttyp: Geschlossener dynamischer Kopfhörer
  • Membran-Gehäuse: Aluminium
  • Treiber: ø 50mm Neodym-Magnet
  • Kopfhörer-Bügel: leicht, PVC
  • Ohrpolster: 3D-Soft-Skin, synthetisches Leder
  • Maximale Belastbarkeit: 1.300 mW
  • Wirkungsgrad: 101 dB/mW
  • Eingangsimpendanz: 32 Ohm
  • Wiedergabefrequenz: 5 – 37.000 Hz
  • Verbindungskabel + Stecker: 1,3m OFC-Kabel mit 3n5mm Stereo-Mini-Klinke (Aluminium, vergoldet)
  • Zubehör (im Lieferumfang): 3,5m Verlängerungs-Kabel, 6,3mm Stereo-Klinken-Adapter (vergoldet), weicher Kunstlederbeutel
  • Gewicht (ohne Kabel): 189 g
  • Farbe: schwarz/silver
  • UVP in Deutschland: 169 €

Design

Designtechnisch gefällt mir der Denon AH-D1100 sehr gut. Die schlichte schwarz-silberne Optik erinnert mich an die klassischen Denon AV-Receiver und fällt sehr positiv auf. Das Design wirkt sehr durchdacht und reiht sich in die meist klassisch schwarz und silber gehaltenen Geräte des heimischen Wohnzimmers elegant ein. Die schwarzen Aluminium-Ohrhörer-Gehäuse lassen den Kopfhörer sehr edel wirken.

Aufgrund der 50mm Treiber sind die Gehäuse recht groß. Dennoch würde ich den Denon AH-D1100 als portabel bezeichnen, sodass er nicht nur zum Einsatz in den eigenen vier Wänden taugt. Der beigefügte Lederbeutel und die Möglichkeit, die Kopfhörer ein wenig einzuklappen, ermöglichen einen recht komfortablen Transport. Die geschlossene Bauweise schirmt Außengeräusche ab und lässt ebenso wenig aus dem Gehäuse in die Außenwelt entschwinden.

Die Bügel sind im oberen Bereich metallverstärkt und im Auflagebereich gut durch Kunstleder gepolstert. Einziges Manko sind die sehr schnell erscheinenden Gebrauchsspuren im silbernen Kunststoffbereich des Bügels. Insgesamt handelt es sich bei den AH-D1100 jedoch um einen sehr gut verarbeiteten Kopfhörer.

Neben der bereits erwähnten schlichten Tragetasche gehören zum Lieferumfang außerdem ein 3,5m langes Verlängerungskabel, welches bei häuslichem Gebrauch unbedingt nötig ist,  sowie ein vergoldeter Aluminium-Klinken-Stecker. Auch alle anderen Anschlüsse sind aus Aluminium verarbeitet.

Klang

Der erste Eindruck des Denon AH-D1100 ist schon sehr gewaltig. Satte Bässe und eine umwerfendes Klangbild. Wer diesen Kopfhörer das erste Mal auf die Ohren setzt wird sprichwörtlich von der Klanggewalt umgehauen. So bin ich auch gerade mal wieder bei Duffys Stay With Me Baby völlig von den Socken.

Die anfänglich als große Stärke wahrgenommenen satten Bässe wandeln sich jedoch recht schnell zu einem eher neutralen und leider auch teilweise negativen Punkt. Die Bässe stehlen dem eigentlich vielseitigen Klangbild bei normalem Musikgenuss  schon ein wenig die Show, da sie das Ohr des Hörers schon gewaltig einnehmen und die schönen Klänge ein wenig übertönen. Bei einfach gehaltenen Stücken mag dies weiterhin grandios wirken. Bei penibel ausgearbeiteten Arrangements geht die Qualität dann doch ein wenig flöten. Die eigentlich vorhandenen Details werden sodann von den starken Bässen übertönt und sind leider nicht mehr voll und ganz wahrnehmbar. In diesem Punkt stellen mich die Sennheiser HD 598 (Test folgt) mehr zufrieden. Bei diesem handelt es sich jedoch auch um einen Kopfhörer aus dem High-End-Segment.

Insgesamt bietet der Denon AH-D1100 jedoch ein sehr vielseitiges und ausgereiftes Klangbild. Vorallem überzeugt er bei Musikgenuss über MP3-Player oder Handy/Smartphone und gibt das Gefühl vor der heimischen Anlage zu sitzen.

Komfort

Durch die Softskin-Ohrpolster sitzt der Denon AH-D1100 sehr bequem auf den Ohren und lässt keinerlei störenden Druckschmerz entstehen. Lediglich auf Zugreisen bei warmen Temperaturen kann ich ihn absolut nicht empfehlen, da es unter den Ohrpolstern sehr warm werden kann. Die Kopfauflage ist mit weichem Kunstleder verarbeitet und ist dadurch kaum zu spüren. Selten habe ich einen so komfortablen Kopfhörer tragen dürfen. Mit seinen 189 g ist der Kopfhörer für seine Größe zudem extrem leicht und kaum wahrnehmbar.

Fazit Denon AH-D1100

Dies war der erste Denon-Kopfhörer, den ich auf den Ohren hatte. Bisher hatte ich mit Denon nur AV-Receiver-Erfahrungen gemacht.

Alles in allem ist meine Zufriedenheit mit Denons AV-Receivern auf den AH-D1100 übertragbar. Satte Bässe, starke Details (soweit sie nicht von den Bässen übertönt werden) und eine enorme Klangvielfalt.

Die klasse Verarbeitung und extrem leichte Bauweise bilden kombiniert mit dem schlichten und eleganten Design einen absolut gelungenen Kopfhörer.

Wenn im Folgemodell noch ein wenig an der Basslast gearbeitet wird, wird Denon einen konkurrenzfähigen Kopfhörer im Mittelklasse-Segment auf den Markt bringen.

Ein Kopfhörer im mittleren Preisniveau für das heimische Wohnzimmer, aber auch für unterwegs geeignet. Unbedingt einmal aufsetzen und testen, inwiefern die Bässe im Ohr wahrgenommen werden. Es ist natürlich wie immer Geschmackssache. Zudem gibt es mehr und weniger empfindliche Ohren.

+ Design/Verarbeitung
+ Klangvielfalt
+ Qualität bei der Wiedergabe von MP3s
+ Starke Abschirmung für unterwegs
+ kurzes Kabel perfekt für den Gebrauch unterwegs / Verlängerungskabel für daheim
+ sehr leichte Bauweise

– Bei qualitativ hochwertiger Musik stark überhöhte Basslast
– sehr kratzempfindliche Kunststoffbügel

Kategorie Denon, Hardware

Geboren und aufgewachsen in Münster, bin ich mit einem kurzen Zwischenstopp an der Elbe gelandet und wohne nun in Hamburg. Ich bin Gründer von musikgraph.de, Musik- und Internetliebhaber mit großem Interesse an allem, was mit der Musik zu tun hat. Von neuen Songs, über Software und Hardware bis hin zu rechtlichen Aspekten ist alles dabei. (Sebastian bei Twitter und Google+)

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