Rock’n’Heim Festival Tagebuch Teil 4 – Tenacious D

Rock'n'Heim Festival

Als Höhepunkte beim zweiten Festival-Tag beim Rock’n’Heim gelten sicherlich die Auftritte von Tenacious D und System of a Down. Insbesondere Kyle Gass und Jack Black – oft als komödiantische Rock-Band bezeichnet – machten diesem Titel alle Ehre. Sie hatten auf der Bühne sichtlich Spaß und das färbte sich natürlich auf das Publikum ab. Besonders sympathisch: Gelegentliche kurze Sätze sprachen sie sogar auf deutsch. Nicht nur das scheinbar akribisch geübte Wort „Dankeschön“ (Dankeschoeeen ausgepprochen) war oft zu hören, sondern auch ein kleiner einstudierter Sketch, bei dem es um 20 Euro ging. Dieser Kurzeinlage folgte sogar ein kleiner Film, der einfach den typischen Tenacious D Humor, der im wahrsten Sinne des Wortes „etwas“ unter die Gürtellinie ging (und das ist keine negative Kritik, denn es ging um einen Blowjob), zeigte. Aber trotz dieser komödiantischen Aspekte kam selbstverständlich die Musik nicht zu kurz: Insbesondere die Fähigkeiten von Kyle Gass an der Gitarre waren überragend.

Rock'n'Heim Festival Tenacious D

Hervorzuheben ist auch die Vorstellung der Band, bei der jedes Mitglied ein kleines Solo spielen durfte. Ganz besonders positiv tat sich dabei der Bassist der Band hervor: Ein unglaublich starker Basslauf, der Ohrwurm-Charakter hatte. In diesem Sinne ein Plädoyer für mehr Bass-Soli auf dieser Welt. Denn es handelt sich hier meiner Meinung nach um ein oft unterschätztes Instrument. Meist steht ja eher das Gitarrenspiel im Vordergrund – der Bass ist aber meiner Meinung nach genauso wichtig. Daher sollte der Bass bei vielen Stücken mehr Präsenz zeigen dürfen durch zum Beispiel wirklich tragende melodische Teile und Soli. Als gutes Beispiel fällt mir hier spontan das Lied Monsterparty der Ärzte ein, so wie es bei ihrem Unplugged Konzert „Rock ’n‘ Roll Realschule“ gespielt wird. Aber wie dem auch sei: Ein grandioser Auftritt von Tenacious D, der auch beim restlichen Publikum sehr gut ankam.

Weitere Teile des Rock’n’Heim Festival Tagebuches findet ihr hier: Rock’n’Heim.

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