Soundbar vs. Surround-System

Die richtige Wahl für das musikalische Wohnzimmer

Blu-ray-Player vorhanden, Plattenspieler vorhanden, Festplatte voller Musik und Spotify Premium ist auch auf allen Geräten bereit? Dann folgt nun „nur“ noch die Qual der Wahl: Woran schließe ich diese Geräte alle an? Soundbar vs. Surround-System.

Stereoanlage, Soundbar oder Surround-System

Mit einer Stereoanlage mit ordentlichen Boxen, kann man im normalen Fall recht wenig falsch machen, doch fehlen mir persönlich in diesem Fall die Bässe extrem. Nur sehr wenige der alten Anlagen bieten einen optionalen Subwoofer-Anschluss.

So steht der Musikliebhaber also vor der Frage: Soundbar oder Surround-System. Ich als Film- und Serienliebhaber, habe nicht lange gezögert und mein Zimmer mit einem ordentlichen 5.1 Surround-System mit sattem Subwoofer ausgestattet. Diese bietet mir die Möglichkeit, sowohl Filme und Serien mit geliebtem Surround-Sound zu genießen, als auch Musik im Stereo-Modus. Doch sind moderne Surround-Anlagen außerdem in der Lage, Stereo-Signale in eine angenehme raumfüllende Konzertkulisse auf alle Boxen der Surround-Anlagen umzurechnen. Ich möchte auf diese Art der Musik-Beschallung gar nicht mehr verzichten.

Teufel Columna 300 Mk2 5.1 Set L Surround System

Teufel Columna 300 Mk2 5.1 Set L

Dennoch gibt es einfachere und weitaus günstigere Lösungen. Für einen anständigen AV-Receiver mit hochwertigen Boxen und einem leistungsstarken Subwoofer gibt man schnell einen vierstelligen Betrag aus. Soundbars bekommt man bereits unter 100 € und auch der qualitativ hochwertige Bereich plündert aus unserem Portemonnaie keine 400 €. Kein Vergleich also. Aber wie sieht es mit dem Sound aus?

Der Vorteile der neueren (und zudem teureren) Soundbars ist die Möglichkeit, einen externen Subwoofer anzuschließen. Dies führt dazu, dass die tiefen Frequenzen nicht mehr direkt über die Soundbar, sondern über den dafür geschaffenen Subwoofer ausgegeben werden. Dadurch kann der Ottonormalnutzer den Sound der Soundbar akustisch kaum von einem Surround-System unterscheiden. Dennoch muss bedacht werden: Die 5.1- bzw. 7.1-Signale einer Blu-ray werden umgerechnet und es wird lediglich ein „virtueller“  Surround-Sound geliefert. (Weitere Infos: www.soundbartest.de)

Soundbar als gute Alternative für den Musikgenuss

Da es in diesem Blog nicht um den Genuss von Filmen, sondern um den Genuss der geliebten Musik geht, möchte ich im Weiteren von Soundbars in Verbindung mit Filmen Abstand nehmen. Ich persönlich könnte bei Filmen nicht auf ein Surround-System verzichten, da ich es einfach genial finde, wie plötzlich hinter mir ein Auto (akustisch) vorbeirauscht. Natürlich gilt aber auch hier, was in sehr vielen Fällen gilt: Alles eine subjektive Geschmackssache.

Auf den Genuss der eigenen Schallplatten-Sammlung bezogen, halte ich Soundbars für eine sehr elegante Lösung. Eine stylische Bar, die direkt unter dem Fernseher angebracht durchaus auch ein optischer Hingucker sein kann. Zudem ein angenehmer Stereo-Sound, im besten Fall mit externem Subwoofer. Dem hochwertigen Musikgenuss steht also wahrlich nichts im Wege.

Yamaha YHT-S 401 Soundbar

Yamaha YHT-S 401

Doch Soundbars bieten viele weitere Vorteile: Der eine oder andere mag sich vor dem Aufbau und der Einrichtung eines Surround-Systems scheuen. Soundbars sollten in diesem Fall keine allzu große Hürde darstellen: Soundbar in die Steckdose, Quelle an die Soundbar und schon kann es losgehen. An dieser Stelle kommt auch ein weiterer und zudem sehr großer Vorteil zum Vorschein: Soundbars sind mit Abstand der Sieger, wenn es um Kabelsalat geht. Wenn ich sehe, wie es hinter meinem Denon-Receiver aussieht, weiß ich nicht, wie ich das Chaos jemals beherrschen soll. Ein paar Kabel weniger wären durchaus praktisch. Viele Soundbars bieten zudem (wie auch die modernen AV-Receiver) Apples Airplay oder haben einen integrierten Bluetooth-Empfänger. Alternativ ist es aber auch kein Problem, günstig Bluetooth-Empfänger nachzurüsten. Die Musik des heimischen Rechners oder auch Spotify sind somit ohne Probleme kabellos abspielbar. Moderner Musikgenuss!

Auch der Hersteller Sonos, der sich den kabellosen Musikgeschmack in den eigenen vier Wänden auf den Schirm geschrieben hat, bietet eine Soundbar. Die Sonos Playbar ist, genau wie alle anderen Sonos Geräte, kabellos ansteuerbar und kann mit allen anderen Sonos Lautsprecher gekoppelt werden.

Es ist also alles eine Frage der Einstellung und des Nutzungsgrades. Werden mehr Filme geschaut, als Musik gehört, sollten sehr genau abgewogen werden, ob der Verzicht auf ein anständiges Surround-System in Frage kommt. Steht der Musikgenuss im Vordergrund, sind Soundbars mehr als eine Alternative und können viel Stress und Chaos verhindern.

Kategorie Hardware

Geboren und aufgewachsen in Münster, bin ich mit einem kurzen Zwischenstopp an der Elbe gelandet und wohne nun in Hamburg. Ich bin Gründer von musikgraph.de, Musik- und Internetliebhaber mit großem Interesse an allem, was mit der Musik zu tun hat. Von neuen Songs, über Software und Hardware bis hin zu rechtlichen Aspekten ist alles dabei. (Sebastian bei Twitter und Google+)

1 Kommentare

  1. im Zweifel immer die Heimkino Anlage mit 5.1 oder höher System. Obwohl es mittlerweile auch qualitätsmäßig und optisch anspruchsvolle Soundbars gibt, beispielsweise von LG. viele Grüße

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