Steam Powered Giraffe – The 2 Cent Show

Endlich das neue Album im Focus

Manche von euch haben es vielleicht schon mitbekommen – seit Mai ist das neue Album von Steam Powered Giraffe auf dem Markt – namentlich The 2 Cent Show. Dabei handelt es sich um das zweite Studio Album der drei Steampunk Roboter The Spine, Rabbit und The Jon. Ein Stück Gesamtkunst, das ich euch nur wärmstens ans Herz legen kann.

Ganze 16 Tracks umfasst die neue, liebevoll gestaltete CD. Wer gewillt ist, etwas mehr Geld auszugeben, bekommt auch zur Belohnung ein aufwendig gestaltetes Booklet mit Zeichnungen und allen Songtexten das 30 Seiten lang ist. Ich persönlich habe mich sehr über die schönen Zeichnungen gefreut, da ich aufwendige Booklets sehr schätze (und heimlich gerne die Songtexte mitsinge).

Steam Powered Giraffe 2 Cent Show

Bei den Songs selbst begegnen einem auch alte Bekannte: So werden Steam Powered Giraffe Fans schon Me & My Baby und Juju Magic auf dem Live-Album gehört haben. Allerdings befindet sich auf der 2 Cent Show dafür eine andere Version der Lieder. Diese mag zuerst gewöhnungsbedürftig sein – mir gefällt mittlerweile zumindest bei Juju Magic die Albumversion deutlich besser!

Wer fleißig den Blog liest, der hat auch schon längst das Video zu Honey Bee bestaunen dürfen – auch ein Song, der nun auf dem Album zu finden ist.

Neben diesen alten Bekannten gibt es aber auch allerhand Neues. Meiner Meinung nach hat sich auch der Stil von Steam Powered Giraffe etwas gewandelt – oder es hat mit dem Album zu tun – denn ich höre viel mehr Country Folk heraus als aus Album One. Schließlich setzt sich das Album auf seine Weise mit Nordamerika als Land auseinander und versucht die unterschiedlichen Teile bzw. Bundesstaaten Amerikas klanglich widerzuspiegeln. Teilweise denke ich, kommt die Botschaft auch bei mir als Nichtamerikanerin an. Am deutlichsten spürt man wohl „Amerika“ im Song Rex Marksley, der in mir lebhafte Bilder des Wilden Westens hervorruft.

Aber gerade auch die ersten beiden Tracks Steamboat Shenanigans und One-Way Ticket sind sehr fröhlich und lassen den Humor der Band nicht zu kurz kommen. Besonders One-Way Ticket bleibt bei mir morgens Stunden lang im Ohr und erinnert fast an einen beharlichen Jingle! Trotzdem sind die (nachdenklichen) Balladen auf dem Album deutlich in der Überzahl, was nichts negatives sein muss.

Absoluter Anspieltipp ist dieses Mal Automatonic Electronic Harmonics. Zu diesem Song gibt es auch schon dieses tolle Video, seht also selbst. Eines kann ich schon mal sagen, es geht wieder recht lustig zu – plus originelle Hüte inklusive! Voller Emotionen ist auch der Song Airheart – zu dem mir nebenbei auch das Artwork sehr gefällt. Dieser Track beginnt recht langsam und legt dann schwungvoll los und macht richtig gute Laune. Die erzählte Geschichte ist allerdings weniger lustig, denn es geht um ein Mädchen, das halb Flugzeug halb Mensch ist und ihre große Liebe in einem Sturm verliert.

In dem Lied The Suspender Man wird es auch noch einmal wieder richtig fröhlich, auch wenn mir der Song erst nach mehrfachem Hören so richtig gefallen wollte. Wieder trifft das Artwork im Booklet die Stimmung des Songs recht gut, denn er hat durchaus etwas von einer Art Abendstimmung.

Nicht viel konnte ich allerdings mit dem Song Little Birdie anfangen, er ist recht langsam und eintönig – gibt mir beinahe das Gefühl gar nicht wirklich angefangen zu haben bevor er schon wieder zu Ende ist! Dicht gefolgt wird dieser Track von dem letzten Song des Albums Circuitry – weil er mir irgendwie Angst macht – und Scary World.

Wie ihr also seht, haben Steam Powered Giraffe meiner Meinung nach mit ihrem Album noch einmal deutlich an Qualität angezogen. Auch der etwas Country nähere Stil gefällt mir sehr gut. Er betont gerade die lange, ausführliche Geschichte der drei Roboter – unterstützt daher super die Authenzität der drei!

[su_button url=“http://musikgraph.de/2012/03/03/interview-with-steam-powered-giraffe/“ background=“#1e6b75″ size=“5″ center=“yes“ icon=“icon: comment“]Zum Interview mit Steam Powered Giraffe[/su_button]

Kategorie Alben, Kritiken, Steampunk

Ich bin Janina und komme aus Norddeutschland. Daher stammt wohl auch der Faible für düstere Musik (schlechtes Wetter und viel Wind ;)), die nicht ganz der Norm entspricht. Mit einem schrägen und rauen Sinn für Humor und einer großen Begeisterung für Steampunk und Mittelalter bin ich in diesem Blog für die Seitenblicke auf etwas ausgefallenere Projekte zuständig. (Janina bei Google+)

1 Kommentare

  1. Mal wieder genial das neue Album! Steam Powered Giraffe ist und bleibt meine Lieblings-Steampunk-Band und ich könnte mir vorstellen, dass sie es noch zu einer gewissen Größe bringen werden!

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