Kritik: The Indelicates – Diseases of England

The Indelicates - Diseases of England

The Indelicates – Diseases of England (VÖ: 25.04.2013)

Wie wir bereits angekündigt haben, ist Anfang 2013 das neue Album der The Indelicates erschienen. Der Name des guten Stücks lautet „Diseases of England“ und überzeugt mit  12 neuen Tracks der Band. Einen Teil davon haben wir euch bereits hier vorgestellt, da das Album insgesamt auf drei CD-Auskopplungen erschien, bevor die ganze Platte erhältlich war.

Enthalten sind natürlich neben Class, I Used to Sing, All You Need Is Love und Everything is Just Disgusting auch ein paar andere schöne, neue Songs. Wer mehr über diese vier erfahren will, sollte hier klicken.

Für alle Skyrim: Elder Scrolls-Liebhaber kann ich schon einmal das Lied Dovahkiin empfehlen. Das dazugehörige Video ist komplett im Skyrim-Mode gedreht und mutet auch sonst recht episch an. Mit typischen tiefgängigen Texten und sehnsüchtiger Melodie kommt jeder The Indelicates Liebhaber hier auf seine Kosten!

Video: The Indelicates – Dovahkiin


Besonders gefällt mir auch der Song We Are Nothing Alike, ein Lied das recht mystisch und rhythmisch daher kommt. Die Gitarrenriffs sind eingängig und geben dem Song Tempo – auch das Duett von Julia und Simon fast hypnotisch.

Le Goderniché Royal  ist eine schwermütige Ballade, die melancholisch stimmen kann. Zwar auch recht schwer ist das Lied Enemies allerdings einmal etwas anderes, da es vor allem kaum instrumental unterlegt ist. Lyrics und Gesang treten daher besonders hervor. Gefühle werden dadurch besser transportiert als in Le Goderniché Royal.

Dirty Diana ist die Sternstunde von Julia Indelicate. Ich finde diesen Song besonders mitreißend und auch den besten des Albums. Verse und Melodie sind besonders eingängig. Am besten gefällt mir der Männerchor im Hintergrund. Eine weitere ruhige Ballade ist auch Not Alone. Auch hier wird durch Chor und Duett das Gefühl im Text erhöht, sodass der Einsatz von Stimme(n) Gänsehaut erzeugt. Ein Song, in den man unbedingt hineinhören sollte.

Bitterness is the Appropriate Response ist der Eröffnungssong des Albums und zugleich ungewohnt rockig und fetzig. Damit will er nicht so recht zum Rest des Albums passen, sorgt aber auch für etwas Kontrast. Einmal eine andere Seite der The Indelicates, die es zu Bestaunen gibt.

Pubes ist wohl der Song, der mir am wenigsten gefällt. Dabei ist er wohl nur ungewöhnlich. Ich kann mich nicht so recht entscheiden, was ich von dem Refrain („Uh Chalalala“) halten soll.

Festzuhalten ist, dass das Album „Diseases of England“ ein abwechslungsreiches Album ist, das wie immer von Piano und Gitarre instrumental dominiert wird. Es wird für jeden Geschmack mindestens ein Song dabei sein – für The Indelicates Fans kann ich auch den Erwerb der Platte daher bloß empfehlen. Wer gerne Vinyl in den Händen hält, der kann auch das Kickstarter Projekt der The Indelicates unterstützen und sich damit eine LP des Albums sichern.

Kategorie Alben, Kritiken, Musik & Videos

Ich bin Janina und komme aus Norddeutschland. Daher stammt wohl auch der Faible für düstere Musik (schlechtes Wetter und viel Wind ;)), die nicht ganz der Norm entspricht. Mit einem schrägen und rauen Sinn für Humor und einer großen Begeisterung für Steampunk und Mittelalter bin ich in diesem Blog für die Seitenblicke auf etwas ausgefallenere Projekte zuständig. (Janina bei Google+)

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