Neues vom Steampunk: Victor Sierra

Wieder werde ich eine weitere Steampunk-Band präsentieren, dieses Mal sogar aus Europa genauer sogar aus unserem wunderschönen Nachbarland Frankreich! Victor Sierra sitzen in Paris. Wer sind Victor Sierra?

Victor Sierra, das sind neben den Gründern Bob Eisenstein und Anouk Adrien auch Big Machine. Sie bilden gleichzeitig auch die Crew des Luftschiffs Hydrogen Queen. Commander dieser völlig einzigartigen Steampunk Band ist Bob Eisenstein.

Wie ich bereits erwähnte, gibt es nicht den typischen Klang einer Steampunkband, so ist auch Victor Sierra etwas ganz eigenes und anderes als die anderen Bands, die ich hier bereits vorstellte. Den Lead Vocal Part übernimmt Anouk Adrien, während Bob Eisenstein die musikalischen Klänge aus Gitarre, Mandoline, Bass, Klarinette und mit der Hilfe von Computer und Composer webt und dabei von Big Machine über Synths und Maschinen unterstützt wird. In anderen Worten basiert der musikalische Stil von Victor Sierra auf Elektro-, Indie- und Rockelementen und lässt dadurch die Musik maschineller und metallischer klingen. Eine ganz eigene Interpretation des Genre.

Mit ihrem neuen Album „Electric Rain“ das auf „Troubles“, „Khamsin“ und „Secret Page“ und die Single „Pitchi Poi“ folgte, sind sie wieder neu an die Öffentlichkeit getreten. Beeindruckend ist besonders die Vielzahl an Sprachen – Jiddisch, Spanisch, Französisch und English. Trotz teils obskurer Texte und unbekannter Sprachen behält die Musik ihren Reiz. Erkennen kann man das an Songs wie Yiddische Klub, die trotz der mir unbekannten Sprache sofort ins Ohr gehen und gute Laune machen.

Obwohl Annouk Adriens Stimme zwar nicht sonderlich kräftig und einprägsam ist, unterstützt sie aber mit ihrer recht hellen Klangfarbe den epischen Eindruck der metallisch anmutenden Musik und der männlichen Backgroundstimmen. Bestes Beispiel hierfür ist das Lied Bridge to Nowhere, das fast Hymnencharakter hat. Besonders im Refrain hat man das Gefühl eher einen Soundtrack zu hören, als ein „normales“ Musikalbum.

Tipp:  Eure Hilfe für Victor Sierra!

Irritierend ist der Song Mastermind, der mit einem Telefonklingeln beginnt. Ein Grund um sich nach dem eigenen Telefon umzusehen. Nach dem Intro geht es dann eingängig weiter, besonders die wiederkehrenden, fast orientalischen Rhythmen gefallen mir hier.

Der Name Electric Rain von Victor Sierras Album stammt vielleicht von dem Song The Road Not Taken, denn der äußerst eingängige Refrain handelt gerade davon. In diesem Song sind die elektrischen Einflüsse besonders stark und machen ihn gerade darum besonders gut tanzbar Auch der Beat ist schnell und einprägsam.

Recht farblos dagegen ist White Rabbit, ein Lied in dem es so weit ich verstanden habe um Alice aus Alice im Wunderland geht. Es ist eher ruhig, aber der Refrain ist langsam und klagend, fast schräg. Gut gefällt mir dagegen der spanische Song El Topo. Nicht nur durch die Sprache sondern auch durch die Rhythmen erweckt es einen fremdländischen interessanten Eindruck und ist für das Album recht charakteristisch. Ein gelungener Einstieg, mit dem ich hier das Album und die Besprechung ausklingen lasse.

Ihr seht also, es lohnt sich in das Album einmal hineinzuhören – besonders wenn man elektrische Musik und ihre Ausprägungen mag!

Bei Victor Sierras Interpretation von Steampunk erlebt man einmal wieder etwas völlig neues mit eigener Dynamik.

Kategorie Alben, Kritiken, Steampunk

Ich bin Janina und komme aus Norddeutschland. Daher stammt wohl auch der Faible für düstere Musik (schlechtes Wetter und viel Wind ;)), die nicht ganz der Norm entspricht. Mit einem schrägen und rauen Sinn für Humor und einer großen Begeisterung für Steampunk und Mittelalter bin ich in diesem Blog für die Seitenblicke auf etwas ausgefallenere Projekte zuständig. (Janina bei Google+)

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