Rock’n’Heim Festival Tagebuch Teil 3 – Die Ärzte

Rock'n'Heim Festival

Erster Headliner am Freitag waren Die Ärzte! Wie immer – bombastisch. Alleine dafür hat sich der Besuch des Rock’n’Heim Festivals gelohnt. Zumindest für mich, aber wie wie ich beobachten konnte, geht es anderen ähnlich.

Für mich jedenfalls, als großer Ärzte-Fan, hat sich mit dem Auftritt der selbst ernannten “Besten Band der Welt“ ein lang gehegter Traum erfüllt: Ich stand in der ersten Reihe, ungefähr vor Farin Urlaub. Für mich als 1,52 Meter “kleiner“ Mensch ein bis dato unerfüllter und eigentlich unrealistischer Traum. Aber: Es hat geklappt. Einfach direkt vorne links an der Seite rein, als es am Nachmittag noch nicht ganz so voll war und gefragt, ob man als kleines Persönchen vor darf. Und wer hätte das gedacht: Eine große und freundliche Frau hat mich tatsächlich in die erste Reihe gelassen. So etwas habe ich noch nicht erlebt. Wirklich stark.

Rock'n'Heim Festival Die Ärzte

Um ungefähr 20 Uhr ging es dann los. Wer so weit vorne stand, konnte bereits Die Ärzte durch den nicht ganz blickdichten schwarzen Vorhang sehen. Zu dem Song von Ghost Busters legten vor allem Farin und Bela ein kleines Tänzchen hin. Kurz darauf begaben sich die drei an ihre Instrumente und begannen mit Wie es geht, 2000 Mädchen und Bettmagnet ihre Show mit drei Songs aus wiederum drei unterschiedlichen Perioden ihrer Bandgeschichte. Ein gelungener Auftakt, wie ich finde. Auch die weitere Songauswahl gestaltete sich zum Teil ausgewogen. Die Stücke der 90er Jahre und alles aus diesem Jahrtausend war gut gemischt vertreten, die 80er hingegen weniger. Mit Westerland und Zu spät bildete diese Kategorie jedoch den Abschluss.

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Insgesamt lässt sich aber sagen, dass das Trio bei ihrem etwas mehr als zwei Stunden dauernden Auftritt eine gute Mischung präsentiert hat. Und dazu gehört natürlich auch der typische “Ärzte-Charme“ – mit Witz, Spaß und auch “Albernheiten“. Sicherlich werden das viele nicht nachvollziehen können, aber ein richtiger Fan freut sich darauf. So fielen einige ironische Spitzen in Bezug auf den Auftritt von Bonaparte – man solle doch ein paar Platten davon kaufen – oder dass Farin bei der Ankündigung des Songs Ist das noch Punkrock das Wort “Fi****“ grammatikalisch passend zum Lied abfragte.

Rock'n'Heim Festival Die Ärzte

Das Publikum jedenfalls rockte mit, bis in die letzten Reihen – dieser Eindruck entstand jedenfalls beim gelegentlichen Blick nach oben zur Leinwand. Die Menge tobte sogar so stark, dass der erste und

einzige Wellenbrecher im vorderen Drittel des Publikums fast zum Einsturz gebracht wurde und so von der Security nachgerüstet wurde. Vermutlich aber der Tatsache geschuldet, dass in den vorderen Bereich zu viele Menschen hinein gelassen wurden.

Dennoch: Ein grandioser erster Festival-Tag am Hockenheimring, zu dem der Auftritt von Die Ärzte maßgeblich beigetragen hat.

Weitere Teile des Rock’n’Heim Festival Tagebuches findet ihr hier: Rock’n’Heim.

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