The Foals live bei on tape, 01.02.2013

Foals live on tape

Ich muss zugeben, dass ich schon ein wenig aufgeregt war, als es „Berlin, Foals, +1“ hieß.
Und da stand ich nun am 01. Februar mit meinem +1, in einem voll-schwitzigen tape.tv Studio. Viele, viele Sardinen mit einem Bier in der Hand und einem Grinsen im Gesicht in der Studio1-Büchse in Berlin Weißensee. Für viel Bewegung war kein Platz, gerade noch so viel um die Köpfe in die Höhe zu recken, um den kleinen, aber großartigen Yannis Philippakis auf der Bühne zu entdecken. Irgendwann fand ich ein Guckloch in der Menge, das den Blick auf den Frontsänger freigab, der das Publikum mit den vertrauten Foalsklängen beglückte.

Nach der ersten Singleauskopplung My Number des neuen Albums („Holy Fire“) folgte unter anderem ein fulminantes (!) Inhaler mit Gänsehautcharakter sowie ein gelungenes Providence. Für meinen Geschmack kam die Musik aber leider viel zu kurz. Es waren eigentlich eher musikalische Zwischenstopps, denn der Fokus lag mehr auf Interviews mit dem Moderator bzw. einem Frage-Antwort-Spiel mit schlecht zugestellten Webcam-Fans. Das war ein bisschen schade, denn durch dieses Konzept blieb der hypnotischen Zauber der Foals ein wenig auf der Strecke. Doch die Band blieb cool, gelassen und antwortete schlagfertig im „That’s none of your business“-Stil.

Das Konzert war ein Hineinschnuppern in das, was am kommenden Freitag in meinem CD-Player rauf&runter laufen wird. Ein erstes Erhaschen von neuen, lang ersehnten Stücken.
Als schließlich zum krönenden Abschluss die ersten Klänge von Spanish Sahara (begleitet von einem allgemeinen „ahhhw“) zu hören waren und ich noch mal einen kurzen freien Blick auf die Bühne bekommen habe, war alles wieder gut.
Ihr lieben Fohlen, weiter so! Auf dass ihr auch in Zukunft dafür sorgt, dass ich lieber verträumt aus dem Fenster schaue als in die Bücher. Applaus!

Kategorie Konzerte, Kritiken, Musik & Videos

Gebürtig aus Delmenhorst, sage ich allen lieber, dass ich aus Bremen komme, um nervigen Sarah Connor-Kommentaren aus dem Weg zu gehen. Musik feiere ich und ich singe alles mit, auch die Geräusche unserer Waschmaschine. In U-Bahnen reiße ich mich zusammen, nicht K.I.Z. mitzurappen, damit mich keiner schief anguckt, während ich bei Florence & the Machine beinahe weinend in der Menge stehe und vor Begeisterung keinen Ton herausbekomme. Ähnlich wie die vier Stadtmusikanten nach Bremen reisten, um Musik zu machen, reise ich durch die verschiedenen Genres, um Musik zu hören.

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